War die Software schuld?

 

Klar, muss die Software von blau direkt gewesen sein. Immerhin sagt das ja derjenige, der sich auf den Schaden hin nicht gemeldet hat…

Fehlerhafte Software oder fehlerhafter Mensch?

Natürlich ist ein Fehler in der Software jederzeit möglich. Was es bei Software aber nicht gibt, ist, dass sie mal etwas so macht und dann anders. Wenn also die Mail-Software Anhänge verschickt, dann nimmt sie nicht einen Teil und einen anderen nicht. So etwas passiert Menschen. Maschinen sind da berechenbarer.

Also wenn der Sachbearbeiter, der den Schaden schon nicht bearbeitet hat, sagt, dass nur ein Teil bei ihm ankam – wie wahrscheinlich ist es dann, dass

a) es tatsächlich die Software war,

b) der Sachbearbeiter eine Schutzbehauptung aufgestellt hat,

c) der Sachbearbeiter den Fehler gemacht und die Bilder versehentlich gelöscht hat,

d) das Mailprogramm des Versicherers die Anhänge nicht angenommen hat (weil es zu große Dateien oder bestimmte Anhänge ausfiltert)?

Und wenn jemand dann aufgrund dieser Indizienlage vor der Software warnt, könnte das dann nicht ein Hinweis darauf sein, dass ihm eine gewisse Urteilsfähigkeit abgeht und er womöglich sogar

e) selbst den Fehler begangen hat, indem er die Anhänge gar nicht zugefügt hat oder eine Fehlermeldung auf zu große Anhänge übersah?

Wie umgehen mit Softwarefehlern?

Es kann natürlich tatsächlich sein, dass der Fehler durch die Software verursacht wird, aber dann macht es noch weniger Sinn, das in einer Facebook-Gruppe zu beklagen statt es einfach an blau direkt zu melden. „Meckern“ hilft vielleicht der Seele, löst aber nicht ein eventuell sachlich zugrunde liegendes Problem.

Nehmen wir mal an, es wäre ein Fehler. Dann ließe sich das sehr leicht prüfen. Softwarefehler treten nie mal so und mal so auf. Sie treten in einer bestimmten Konstellation (immer) auf und in einer anderen vielleicht (dann aber immer) nicht.

Was hier auffällt: Die große Zahl an Anhängen und insbesondere Fotos, die unter Umständen eine große Datenmenge benötigen.

Das weckt den Verdacht auf 2 mögliche Fehlerquellen:

1.) Sind vielleicht Bilddateien gesperrt? JPEGs können Viren schleusen. Eventuell haben die Entwickler dieses Format daher blockiert. Ich glaube das zwar nicht, aber das lässt sich leicht testen: Schicke Dir eine E-Mail mit einem JPEG. Kommt es an, ist das nicht der Fehler.

2.) Die Datenmenge war zu groß. Tatsächlich begrenzt das Mailprogramm Mails auf 6 MB. Ein Bild allein kann schnell 2 MB haben. In diesem Fall würde die Sendung der Mail unterdrückt. Meiner Meinung nach ist es das auch nicht, denn dann bekäme der Nutzer eine Fehlermeldung. Prüfen lässt sich dies, indem man schaut, ob die Bilder zusammen mit der Mail archiviert wurden. Sind sie da, wurden diese vermutlich auch versandt. Sind sie nicht da, wurde entweder die Fehlermeldung übersehen oder aber es hat keine Fehlermeldung gegeben (was dann ein Fehler und behebbar wäre).

Fazit

Ob das Mailprogramm einen Fehler hat, wissen wir immer noch nicht (so wie es viele Dinge im Leben gibt, die einem unklar bleiben, bis man hingegangen ist und sich selbst einen Eindruck verschafft hat), aber wir wissen jetzt, dass es ein Fehler ist, ungeprüft Warnungen auszusprechen.

Ps.: Ggf. bitte einfach Fehler an uns melden, dann lösen wir das oder warnen Euch selbst. 🙂

Geschäftsführer & Mitgründer von blau direkt. Buchautor des Bestsellers „Wie man perfekt Frauen aufreißt…“, welches sich speziell dem Internetmarketing für mittelständische Unternehmer widmet.

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