Wie wehrt man sich gegen Medien-Polemik?

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In letzter Zeit ist es Mode geworden auf die Medien einzuschlagen. „Fake-News“ und „Hetze“ werfen die einen vor. Die anderen, dass sie über permanente Berichterstattung erst bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen befördern, indem sie ihnen Aufmerksamkeit bescheren. Bei aller berechtigter Kritik rückt dabei in den Hintergrund, dass die Medien in der Regel eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft einnehmen. Sie informieren, decken Skandale auf, warnen und verhalten sich im großen und ganzen fair und neutral.

Aber natürlich gibt es da auch die andere Seite: Medien, die bewusst skandalisieren und aufwiegeln, um eine die Zielgruppe der Unzufriedenen zu bedienen oder gar erhoffen, dadurch Anzeigenschaltungen zu erzwingen.

Da stellt sich die Frage: Was tun, wenn man sich als Opfer eines solchen Mediums vermutet?

Verdacht vs. Beweis

Kritische Berichterstattung ist immer unangenehm. Sie ist aber nicht immer unangebracht oder unbegründet. Deswegen sollte man sich zunächst einmal selbstkritisch fragen, ob die vermeintliche Attacke möglicherweise nur eine opponierende Sichtweise ist. Einseitigkeit bedeutet noch keine Vorgenommenheit. Kritik noch kein Erpressungsversuch.

Sehr oft wird man feststellen, dass polemische Medienarbeit zwar nahelegt, dass die Medienwirkung missbraucht werden solle, dies aber keinesfalls sicher ist.

 

Vertrauen auf die Intelligenz des Publikums

Eine Erfahrung, die ich als Unternehmer immer wieder gemacht habe: Leute bilden sich Ihr eigenes Urteil. Eine vereinzelte tendenziöse Berichterstattung wissen die meißten Kunden und Partner sehr wohl einzuschätzen. Auch wenn das Blut hochkocht, sollte man daher zunächst gelassen bleiben und professionell reagieren. Zugegeben: Oft fällt es mir schwer genug, diesbezüglich meinen eigenen Rat anzunehmen.

Doch kennt das Publikum nicht unbedingt alle Hintergründe. Die richtige Antwort lautet demnach: Transparenz.

Wer nichts zu verbergen hat, schützt sich am besten vor tendenziöser Berichterstattung, indem er alle Hintergründe zum Thema offen legt.

 

Praxisbeispiel: Kapital Markt intern

Diese Woche erreicht uns eine „eilige“ Pressenanfrage. Die Fragen sind in der Zielsetzung berechtigt und treffen mit Sicherheit das Interesse vieler Makler. Gleichzeitig erscheinen einige Formulierungen tendenziös. Die kurzfristigen Fristsetzungen und die Einordnung als „eilig“ scheinen eher provokativ als sachlich gerechtfertigt zu sein. Nun ja: Und der gebildete Leser kennt vermutlich die Formulierungsweisen des betreffenden Mediums. Berichte werden in einer polemisierenden Melange aus Kommentar, Vermutungen und mitunter selektiv ausgewählten Zitatschnipseln dargereicht. Nur selten hat der Leser die Chance, sich ein vollständiges Bild zu machen.

Unsere Antwort? Maximale Transparenz. Wir veröffentlichen einfach die Presseanfrage im Original. So kann sich jeder Partner sein eigenes Urteil bilden:

Kapital markt intern - Presseanfrage oder der Versuch zu provozieren?

 

Kapital markt intern -neutrale Presseanfragen sehen anders aus

 

Selbstverständlich gehört zur maximalen Transparenz auch die vollständige Wiedergabe unserer Antworten:

gerne beantworte ich Ihre Fragen. Ich würde mich freuen, wenn die zuweilen tendenziös wirkende Fragestellung einen sachlichen Bericht nach sich zieht, indem unsere Antworten in Ihre Berichterstattung vorurteilsfrei zitiert werden und die Leser sich ein eigenes inhaltliches Bild machen können.

zu 1.) Nein.

zu 2.) Der Gesamtumsatz 2016 beträgt voraussichtlich 31 Millionen Euro, davon 28,48 Mio. Euro Provisionserlöse.

Der Umsatz 2017 wird nach aktueller Prognose bei etwa 43 Millionen Euro auslaufen, davon ca. 40 Mio. Euro Provisionserlöse.

zu 3.) Der Poolmarktführer im Versicherungsbereich konnte seine Umsätze bis 2017 um rund 18 % steigern. blau direkt hat im gleichen Zeitraum eine Steigerung von 397% erreichen können. blau direkt gelang damit eine Steigerung von Platz 12 auf Platz 2 der versicherungsumsatzstärksten Pools. Auch wenn unser ausgegebenes Ziel vorerst verfehlt wurde, so hat es als Ansporn für Mitarbeiter und Partner funktioniert und damit seine wichtigste Funktion erfüllt. Wir sehen den Wettbewerb sportlich und freuen uns auf die nächste Runde um den Titel des Marktführers.

zu 4.) Wachstumsbedingte Personalengpässe und Neustrukturierungsmaßnahmen haben den Arbeitsanfall in der Buchhaltung erhöht und erforderten klare Priorisierungen. Als Ergebnis wurde dem operativen Geschäft Vorrang eingeräumt. Die Pünktlichkeit der Provisionsabrechnungen mit den Partnern und der Umsatzsteuervoranmeldungen war der Geschäftsführung wichtiger als eine vorübergehende Verspätung der Berichterstattung.

zu 5.) Ihre Frage suggeriert, dass eine Geschäftsvereinbarung nur bedenkenlos möglich sei, wenn die Geschäftsentwickung bekannt sei. Das ist unzutreffend. Ihre Fragestellung unterstellt, dass Maklern die Beurteilung der geschäftlichen Entwicklung von blau direkt nicht möglich sei. Dies ist gleichfalls nicht zutreffend. Sie suggerieren zudem, dass blau direkt für einen Zeitraum von „knapp 3 Jahren“ seinen Publizitätspflichten nicht nachgekommen sei. Auch das ist nicht zutreffend.

Alle Publizitätspflichten wurden ordnungsemäß erfüllt. Lediglich die Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das Jahr 2015 -und lediglich der Holding- wurde verspätet erfüllt.

Die geschäftliche Entwicklung von Unternehmen lässt sich durch zahlreiche Kriterien zuverlässig und umfassend beurteilen. Tatsächlich berichtet und belegt blau direkt den Partnern weit über die gesetzlichen Offenlegungspflichten hinaus.

Entscheidend ist jedoch etwas anderes: Den Partnern von blau direkt liegen veröffentlichte schriftliche Garantien der Versicherer vor, die sicherstellen, dass Partner ihre Forderungen im Bedarfsfall an die Versicherer stellen können. Die Sicherheit der Courtagen ist damit erstmalig überhaupt bei einem Pool von der geschäftlichen Entwicklung des Pools unabhängig gesichert.

zu. 6.) Zwischenzeitlich wurde der ausstehende Bericht der Holdinggesellschaft für 2015 an den Bundesanzeiger übermittelt und wird dort voraussichtlich in den nächsten Tagen veröffentlicht. Die Berichte für 2016 sind gesetzlich erst zum 31.12.2016 zur Verföffentlichung vorgeschrieben. Trotzdem sind die Berichte der Tochtergesellschaften bereits übermittelt. Der Bericht der Holding folgt nach der Zusammenführung.

zu 7.) Die Geschäftspartner von blau direkt erhalten ihre Courtagezahlungen zuverlässiger und schneller als je zuvor. Dies gewährt die Versicherungswirtschaft: Die Sicherheit der Courtageforderungen ist den Partnern durch die Versicherungsgesellschaften in Form monatlicher Rückübernahmemöglichkeit schriftlich garantiert.

zu 8.) blau direkt will und wird Pool-Marktführer im Versicherungsbereich werden. Die Studienlage untermauert die Zielsetzung:

  1. blau direkt ist als Technologiemarktführer und bestes InsureTech2017 (Quelle: ekomi, BiPRO) dafür bestens aufgestellt.

  2. blau direkt ist Wachstumschampion in der Versicherungsbranche (Quelle: Focus Magazin, Financial Times, Statista).

  3. blau direkt wird laut aktuellen Studien im Servicebereich für Makler eine führende Rolle zuerkannt (Quellen: AssCompactStudie 2017, Versicherungsmagazin, ServiceValue,YouGov).

Ich bin gespannt auf Ihre Berichterstattung und freue mich über ein Beleg-Exemplar. Vielleicht kann ich das ja sogar meinen Partnern zur Verfügung stellen. :-)“

 

Jetzt fehlt eigentlich nur noch die endgültige Berichterstattung, aber wer weiß: Oft ist man ja auch vollkommen zu Unrecht skeptisch.

Geschäftsführer & Mitgründer von blau direkt. Buchautor des Bestsellers „Wie man perfekt Frauen aufreißt…“, welches sich speziell dem Internetmarketing für mittelständische Unternehmer widmet.

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