KI – warum die Automatisierung dieses Mal anders ist?

Sonstiges 3 Kommentare

Damals waren Maschinen dafür da, den Menschen die einfältige und wiederholende Tätigkeit in Fabriken abzunehmen. Heutzutage können sie beispielsweise Flugzeuge landen, Krankheiten diagnostizieren und Mimik lesen. Dieses Mal ist das neue Zeitalter der Automatisierung ein ganz anderes… Die Automatisierung schreitet rasant voran. Fluch oder Segen? Wie lange dauert es noch bis Maschinen Deine Arbeit besser machen als Du?

Innovation in der Vergangenheit

Früher waren die Dinge noch so einfach: Innovation erleichterte die Arbeit und steigerte die Produktivität. So konnten mehr Produkte oder Dienstleistungen pro Stunde mit derselben Anzahl an menschlichen Arbeitskräften produziert werden. Die Maschinen ersetzten dadurch zwar viele Arbeitsplätze, kreierten aber auch neue und bessere. Das war wichtig, aufgrund der wachsenden Bevölkerung, die dringend Arbeit benötigte. Zusammenfassend bedeutet das: Innovation, höhere Produktivität, weniger alte Arbeitsplätze und viele neue und oft bessere Jobs. Alles in allem zahlte sich das für eine Mehrheit der Menschen aus und der Lebensstandard stieg an.

Seit dem Informationszeitalter änderten sich auf einmal die Regeln, denn von dem Augenblick an wurden unsere Arbeitsplätze schneller durch Maschinen substituiert als es vorher der Fall war. Aber Innovation wird unsere Jobs doch sicherlich wieder retten wie jedes Mal, oder etwa nicht?

Ein großer Aufwärtstrend ist vor allem bei Informationsunternehmen zu erkennen. Sie machen viel Umsatz, produzieren aber immer weniger Arbeitsplätze. Auch in vielen weiteren Branchen boomt das Geschäft, obwohl die Anzahl der Arbeitsplätze kontinuierlich sank, wurde immer mehr Umsatz erwirtschaftet.

Eine neue Art der Automatisierung

Menschlicher Fortschritt begründet sich auf die Diversität von Arbeit. Nachdem wir uns Tausende von Jahren weiterentwickelt haben, spezialisierten wir uns in Bezug auf die Arbeit stetig weiter. Die intelligentesten Maschinen sind schlecht darin komplizierte Aufgaben zu lösen. Hingegen können sie problemlos eng definierte, vorhersehbare Aufgaben ausführen wie Autos zusammensetzen. Genau dieses Phänomen vernichtet viele Arbeitsplätze in Fabriken.

Wenn jedoch eine komplizierte Aufgabe lang und intensiv begutachtet wird, erkennt man, dass sie aus vielen einzelnen, eng definierten, vorhersehbaren Aufgaben hintereinander besteht. Maschinen stehen also kurz davor, so gut darin zu werden, komplizierte Vorgänge in viele berechenbare Aufgaben zu unterteilen, dass es für viele Menschen keinen Platz mehr zur Spezialisierung geben wird. Das bedeutet, dass wir kurz davor sind, den Wettkampf zu verlieren.

Maschinen lernen von sich selbst. Wir helfen ihnen auch noch dabei, indem wir dem PC viele Daten über etwas geben, sodass er sich verbessern und die Abläufe vereinfachen kann. Zum Beispiel kaufen wir etwas im Internet am PC, dieser merkt sich, welche Gegenstände er uns beim nächsten Mal empfehlen kann. So werden Roboter unsere Jobs zwar nicht von heute auf morgen übernehmen, aber es wird ein schleichender Prozess der Veränderungen eintreten.

Zukunft ungewiss

Produktivität trennt sich von der menschlichen Arbeit. Ein Paketbote kann sozusagen auch von einer Drohne ersetzt werden, die die Pakete ausliefert. Innovation aus diesem Informationszeitalter unterscheidet sich von allem, was wir bisher kannten. Dieser Prozess begann vor Jahren und ist schon längst auf dem Weg. Dieses Mal sieht es wirklich so aus als würden die Maschinen unsere Jobs ersetzen. Das Informationszeitalter und die moderne Automatisierung könnten jedoch auch eine große Möglichkeit darstellen, die Gesellschaft zu verändern und Armut zu reduzieren.

Eine Sache ist jedoch gewiss: Die Maschinen sind nicht erst auf dem Weg zu uns, sondern schon lange da!

Ich bin davon nicht betroffen!

Jeder Arbeitsplatz ist von dieser Entwicklung betroffen. Es gibt kaum Arbeitsprozesse, die nicht in kleine einzelne, eng definierte, vorhersehbare Aufgaben heruntergebrochen werden können. Gerade Beratung sprich Dienstleistungen sind für diesen Schritt prädestiniert. Die Beratung für ein Versicherungsprodukt mag kompliziert aussehen, ist es aber nicht, wenn die Maschine genug Daten gesammelt hat. Im Zweifel ist der Unterschied zwischen der Beratung für einen neuen Fernseher und einer Rentenversicherung nur die Anzahl der dafür notwendigen kleinen Prozessschritte.

Vanessa Sobik arbeitet in der Marketingabteilung bei blau direkt. Zusätzlich ist sie für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

3 Kommentare

Avatar von Mario Strehl
Mario Strehl am 11.07.2017 um 9:53 Uhr

Vielen Dank für den Beitrag – so ganz ist mir noch nicht klar, was die Intention nun war.

Soll ich beginnen mein (berufliches) Grab auszuheben, da ich mich in wenigen Jahren darin betten darf?
Soll ich beginnen meinen beruflichen Alltag so zu verändern, dass ich von Automatisierung profitiere?

Wenn die zweite Frage die richtige ist, wie ist dann die Lösung?

Ich wünsche mir dazu eine Standard-Schnittstelle vom MVP zu den führenden E-Mail-Marketing-Anbietern.

Avatar von Marvin Kowalski
Marvin Kowalski am 12.07.2017 um 9:48 Uhr

Hallo Mario,

Du bist schon dicht dran 😉

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, macht es durchaus Sinn seine, zum Teil „alten“ Angewohnheiten anzupassen und von den zahlreichen teil- bis Vollautomatisierungen, die blau direkt anbietet zu profitieren.
Die Lösung ist daher, dies konsequent zu verfolgen, eigene Prozesse so gut wie möglich zu optimieren (und zu hinterfragen!) und vor allem, offen zu sein für Veränderungen.

Zum Thema E-Mail Marketing:
Das Thema ist komplexer und lässt sich hier pauschal im Blog nicht abbilden, eventuell sprechen wir beide einmal bei nächster Gelegenheit persönlich drüber? 🙂

Gruß
Marvin

Avatar von Michael Freund
Michael Freund am 14.07.2017 um 12:33 Uhr

Dieses mal ist alles anders …irgendwie kommt mir dieser Satz bekannt vor 🙂

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