Der Sinn und Unsinn von Tierversicherungen

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Von der Tuberkulose von Zierfischen über die Katzenseuche bis hin zur Lungenentzündung des Pferdes – der Besuch beim Tierarzt kann teuer werden. Manchmal bietet sich dabei ein besonderer Versicherungsschutz an.

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Selbst kleinere Operationen schlagen oft mit Kosten von 1000 Euro und mehr zu Buche. Doch nicht alle Tarife sind sinnvoll…

 

Viele Tierversicherungen sind schlicht überflüssig

Viele Tier-Krankenvollversicherungen sind oft nicht erforderlich und zudem ziemlich teuer. Hundebesitzer bestimmter Rassen werden dafür jährlich mit rund 500 Euro zur Kasse gebeten. Da die meisten Katzen, Hunde und Kleintiere jedoch nur sehr selten zum Tierarzt müssen, sollte abgewägt werden: Sinnvoller ist es manchmal, Rücklagen für Behandlungskosten zu bilden.

Auf Ausschlusskriterien achten

Oft werden auch ältere oder bereits kranke Tiere, aber auch Behandlungen wie Kastration, Wurmkuren oder auch schon Vorsorgeuntersuchungen grundsätzlich ausgeschlossen. Beachtenswert sind die Höchstentschädigungsgrenzen. Dadurch werden die Behandlungskosten vertraglich auf eine Höchstgrenze beschränkt – wird diese dann überschritten, muss aus eigener Tasche gezahlt werden.

Tierversicherungen immer Abwägungssache

Tier-Versicherungen sind immer eine Abwägungssache. Ein Muss hingegen ist eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung für größere Haustiere. Für Hundebesitzer ist eine solche Haftpflicht in manchen Bundesländern sogar gesetzlich verpflichtend. Denn: Verursacht ein Tier einen Schaden oder verletzt einen Menschen, haftet immer der Tierhalter unabhängig von seinem Verschulden. Kleinere Tiere wie Katzen, Kaninchen oder ein Wellensittich sind oft bereits in der Privathaftpflichtversicherung des Halters abgedeckt. Im Zweifelsfall, insbesondere bei Exoten wie Schlangen und Spinnen, sollten die Tierfreunde jedoch bei ihren Versicherungen direkt nachfragen.

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6 Kommentare

Avatar von Mario Strehl
Mario Strehl am 19.04.2017 um 14:32 Uhr

Danke für die Tipps – und für Pferde-Eigentümer empfehle ich – nach guter Beratung durch Jonas, danke dafür – auch noch die Pferde-OP-Versicherung.

Wenn der Tierarzt einmal ums Pferd schleicht, ist das teurer als ´nen Porsche zur Inspektion zu bringen.

Avatar von Michael karn
Michael karn am 19.04.2017 um 22:52 Uhr

Ganz meiner Meinung. Die meisten Tarife bei der Op Versicherung sind überflüssig. Ein muß ist einfach die Hundehaftpflicht.

Avatar von Bernd Krause
Bernd Krause am 20.04.2017 um 19:49 Uhr

Ich denke in Einzelfällen ist eine Tier-OP-Versicherung sinnvoll, der Artikel bezog sich allerdings wenn ich das richtig verstehe nur auf Tier-Kranken-Vollversicherung?

Avatar von Michael Karn
Michael Karn am 21.04.2017 um 9:36 Uhr

Übrigens wann wird den der Vergleichsrechner für die Hunde Op Versicherung überarbeitet ? Das Design ist wirklich nicht mehr zeitgemäß.

Avatar von Ruth Bachmann
Ruth Bachmann am 25.04.2017 um 13:49 Uhr

die Vorsorgeuntersuchungen bzw. Impfen, Entwurmen sind aus meiner Sicht nur ein Kundengimmick, welches die Preise nach oben treibt.

Anders als in anderen Sparten gibt es keine Einkaufskonditionen für Versicherer, wenn das Tier entwurmt wird. Folglich wird der gleiche Beitrag, den der Endkunde zahlt, auch in den Versicherungsbeitrag einkalkuliert.
+ Overhead wie Provisionen, Betriebs- / Schadenkosten + Versicherungssteuer wird dieses Gimmick dann zu einem teuren Versicherungsbeitrag. Und darauf zu hoffen, dass der Versicherungsnehmer diese Leistungen vergisst und nicht in Anspruch nimmt… naja, dazu kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Und ich schließe mich der Meinung von Bernd an, dass es eher sinnvoll ist, über eine OP Versicherung nachzudenken – und nicht über eine Tierkrankenvollversicherung.

Avatar von Michael Karn
Michael Karn am 04.05.2017 um 13:12 Uhr

Den meisten Kunden ist die Hundekrankenversicherung eh zu teuer. Der Tarif der Uelzener zum Beispiel liegt bei 2-fach GOT und einem 4 Jahre alten Hund bei satten 123,03. Das ist schon eine heftige Prämie.

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